Kein Whisky – und stolz darauf
Ein Whisky? Nein, ein Whisky ist der Aureum nicht. Das würde auch gar nicht zu der als Brauerei gegründeten Brennerei in Freudenberg am Main passen, die sich selbst als «Edelobstbrennerei» bezeichnet und die auf den Geschmack des Bierbrandes gekommen ist, der aus der Maische entsteht. Aber etwas Whiskyhaftes hat der Aureum durchaus, un das nicht zufällig: Im vergangenen Jahr begab sich der Geschäftsführer von Ziegler, Alain Langlois, gemeinsam mit seinem Brennmeister auf eine Reise nach Schottland, um alle wichtigen Whiskybrennereien zu besuchen und alles über die Verarbeitung, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der einzelnen Sorten zu erfahren. Dies bestärkte ihn in dem Wunsch, einen Brand für den deutschen Markt zu entwickeln, der die Geschmackseigenschaften eines schottischen Whiskys beinhaltet, jedoch in seiner Charakteristik den Wurzeln einer Obstbrennerei treu bleibt.
Anlässlich des 145jährigen Bestehens hat Ziegler nun einen Brand kreiert, der durch seine feine malzige Note und sein besonderes Finishing geschmacklich an einen Malt Whisky erinnert. Die Lagerung in Eichen- und Kastanienfässern, in denen zuvor die «Alte Zwetschge» reifte, verleiht ihm einen weichen, runden Abgang. Zum Schluss wird er mit dem Wasser der Ziegler-eigenen Quelle auf eine Stärke von 43 Prozent gebracht. Seinen Namen verdankt der Brand seiner goldgelben Farbe, erhältlich ist er in handverzierten Ziegler-Flaschen mit Zinnapplikationen für 159 Euro.
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