Editorial: Kleider machen Leute
Kleider machen Leute. Dieser Spruch kommt nicht von ungefähr, sondern trifft die Sache ins Schwarze. Ob Mann, Frau, Kind oder Vierbeiner, die Mode betrifft uns alle, ob wir nun wollen oder nicht, es gibt kein Ausserhalb der Mode. Ihr Einfluss in der Gesellschaft ist nicht zu unterschätzen. Mit der Mode bringen wir unsere Persönlichkeit zum Ausdruck, unterstreichen die soziale Stellung, signalisieren Zugehörigkeit oder heben uns ab von anderen. Weltweit werden damit Milliarden verdient.
Die Wahl des richtigen Gewandes zur richtigen Zeit und zum richtigen Anlass ist eine seit Jahrhunderten kultivierte Kunst, so wie die Mode an sich eine Form der angewandten Kunst darstellt. Für diese Ausgabe von Cigar sind wir in die Welt der Mode eingetreten, haben mit einer boxenden Damen- und Herrenschneiderin gesprochen, eine Nacht im Smoking verbracht oder den Laufsteg aus Sicht der Schaufensterpuppen betrachtet. Und jenen Stimmen, die behaupten, Zigarrenrauchen sei aus der Mode, denen beweisen wir in diesem Heft einmal mehr das Gegenteil.
Den Zugang zur Mode muss jeder für sich selbst finden. Die Kenntnis der Grundregeln kann dabei nicht schaden. Denn nur wer die Basis beherrscht, kann sich modische Pirouetten erlauben. Wer aber die Zeit und Neugierde aufbringt und mehr wissen will, als uns die im Blitzgewitter marschierenden mageren Kleiderständer implizieren, dem eröffnet sich eine wunderbar facettenreiche Welt.
Wir haben Ihnen eine kleine Tür zu dieser Welt geschaffen, treten Sie ein.
Tobias Hüberli
Redaktion
Ausgabe 4/2010
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