Gruss aus Hongkong: Pinguine metzgen

Tastingrat Paul Daniel Bischof bringt den Kollegen eine limitierte Kanadierin mit, die hohe Erwartungen weckt.
Sind sie zu hoch?

Text: Tobias Hüberli, Fotos: Marcel Studer, Tobias Hüberli

Rund um den Globus
Ob beruflich oder privat: Unsere Tastingräte verstehen sich als Kosmopoliten, sie sind gern und viel unterwegs. Dass sie auf ihren Reisen stets nach besonderen Zigarren Ausschau halten, versteht sich von selbst. Und genau davon profitieren wir alle. In der Rubrik «Gruss aus» stellen wir in jeder Ausgabe von Cigar eine Trouvaille vor, die einer der Tastingräte im Ausland entdeckt und mit nach Hause getragen hat. Die Zigarre wird in der Folge gemeinsam in geselliger Runde geraucht, beschrieben und beurteilt.

Diesmal präsentiert Paul Daniel Bischof den Kollegen die Davidoff Exclusive Hongkong.


Die Davidoff Exclusive Hongkong fand Tastingrat Paul ­Daniel Bischof im Shop des Fünf-Sterne-Hotels Peninsula. Beim Anblick des prächtigen Toro-Formats greifen die Kollegen freudig zu und zünden sich die 50 Franken teure Zigarre bedächtig an. Es manifestieren sich ab dem ersten Zug eine leichte Süsse, schöne Röstaromen und Pfeffernoten, die jedoch bald wieder verschwinden. Die Runde schwelgt gemütlich und schweift ab. Die Diskussion beginnt bei der Erzählung von einer Wanderung um den Pilgerberg Kailash, gerät bald auf Abwege und mündet in einem detaillierten Bericht über das Oktoberfest in Baden. Schon geht es um freie Männer, die irgendwann in imaginären Käfigen enden, jemand erwähnt die um sich greifende Vogelgrippe und fragt, wann wohl die ersten Pinguine des Basler Zoos zwangsgeschlachtet werden.

Die Davidoff-Zigarre brennt derweil fadengrad ihrem Ende entgegen. Fast mittelstark ist sie inzwischen, cremig mit einem Hauch Chili. Eine schöne ­Zigarre mit guter Aromatik, lautet der Tenor. Dann wird der Diskussionsfaden wieder aufgenommen. Von den toten Pinguinen reist die Runde nach Island, wo es Papageientaucher zu essen gibt: «Das Fleisch der Tiere ist rot und schmeckt wie Hering, die essen ja auch nichts anderes», erinnert sich einer, der es weiss. Die Zigarre gewinnt nochmals ein bisschen an Stärke, Aromen von Süssholz sowie eine herbale Frische gesellen sich hinzu.

Mehr gibt es über das Mitbringsel aus Hongkong nicht zu sagen. Ausser vielleicht, dass die Zigarre aussergewöhnlich gut verarbeitet ist und in jedem Fall eine diskussionsanregende Wirkung besitzt.

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