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Aus Cigar 2/2017
Aus der Branche

Davidoff legt zu

Mitte Juni informierte die Oettinger Davidoff AG anlässlich ihrer Jahresmedienkonferenz in Basel über den Verlauf des vergangenen Geschäftsjahres. Dabei präsentierte CEO Hans-Kristian Hoejsgaard durchwegs positive Zahlen.

Text: Tobias Hüberli

Und das, obwohl 2016 aufgrund der neuen Anti-Tabak-Vorschriften ein «schwieriges Jahr für die Zigarrenindustrie war». Der globale Markt für handgerollte Premiumzigarren entwickelte sich 2016 eher schleppend. In Europa sanken die Verkäufe um fünf Prozent, in den USA um 1,5 Prozent. In Asien stieg das Verkaufsvolumen dafür um fünf Prozent und auch die Duty-Free-Shops legten bis zu zwei Prozent zu.

In diesem Umfeld schlug sich die Oettinger Davidff AG ausgezeichnet. Die Marke Davidoff legte um 20 Prozent zu. Damit gelingt es dem Unternehmen zum vierten Mal in Folge, den Absatz ihrer Kernmarke im zweistelligen Bereich zu steigern. In den USA betrug das Wachstum 14,5 Prozent, bei den Duty-Free-Shops gar über 25 Prozent, derweil konnte Davidoff ihre Marktanteile in Europa verteidigen. Dafür entwickelte sich auf dem alten Kontinent die Marke Camacho mit einem Wachstum von über 15 Prozent prächtig.

Mit dem Verkauf der Contadis AG an die Lekkerland Schweiz machte Oettinger Davidoff einen weiteren Schritt in Richtung Pure-Play-Unternehmen. Das Hauptgeschäft liegt dabei auf Zigarren und Tabakzubehör sowie internationalen Generalvertretungen. Eine dieser Vertretungen, es handelt sich um die Zigarettenmarke Natural American Spirit, hat das Unternehmen per 2017 verloren. Der fehlende Umsatz werde sich auf das Ergebnis des aktuellen Geschäftsjahres auswirken, so Hoejsgaard.

Oettinger Davidoff wird weiterhin mit der Art Basel zusammenarbeiten, verzichtet in Zukunft aber auf das Sponsoring der Art Basel Miami Beach sowie der Art Basel Hong Kong. Die Davidoff Art Initiative, eine Stiftung zur Förderung zeitgenössischer Kunst karibischer Künstler, bleibt ein wichtiges Element der Unternehmensstrategie. Für 2017 ist Hans-Kristian Hoejsgaard zuversichtlich: Zwar erwartet er ein schwieriges Jahr, «durch starke Innovation und weltweite Handelsketten» gedenkt er aber, die Marktanteile des Unternehmens weiter auszubauen.

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