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Feria del Tabaco 2026 Feria del Tabaco 2026

Die Stars von morgen

Text: Tobias Hüberli – Fotos: Alexa Moram
Die elfte Feria del Tabaco lockte Ende Oktober Hunderte Aficionados an die Zürcher Löwenstrasse. An der Hausmesse der Zigarrenfachhandlung Manuel’s treten Hersteller und Aficionados in direkten Kontakt.
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Am Freitagabend platzte die Zigarrenfachhandlung Manuel’s aus allen Nähten. Rund 140 Eintrittstickets für die Feria del Tabaco waren zu diesem Zeitpunkt verkauft worden. Einige Hersteller befürchteten bereits, nicht ausreichend Zigarren für den Folgetag mitgebracht zu haben. Zum elften Mal organisierten Tabakfachhändler Manuel Fröhlich und sein Team Ende Oktober die Feria del Tabaco. Über die Jahre hat sich die kleine, aber feine Hausmesse an der Zürcher Löwenstrasse zu einem Geheimtipp in der Schweizer Zigarrenszene gemausert. «An der Feria del Tabaco präsentieren neun Zigarrenhersteller ihre Neuheiten, auch solche, die erst seit wenigen Tagen oder noch gar nicht im Schweizer Handel erhältlich sind», so Fröhlich. In den vergangenen Jahren seien an der Messe schon so manche Stars geboren worden, letztes Jahr etwa Foundation Cigars aus Nicaragua.

Das Geheimnis des Erfolgs ortet Fröhlich in der Mechanik der Messe. «Alle profitieren: Für die Gäste ist es eine grossartige Gelegenheit, neue Zigarren zu entdecken. Und die Hersteller erhalten die seltene Möglichkeit, direkt mit den Endkonsumenten in Kontakt zu treten» Einzigartig ist auch das Konsumenten-Voting, das im Nachgang der Messe online stattfindet. Dabei küren die Gäste der Feria del Tabaco die beste Zigarre der Messe. «Am Voting machen jeweils über 200 Aficionados mit, wir verfügen deshalb über eine robuste Datenlage», so Fröhlich.

Ein kompletter Rundgang durch die auf drei Etagen stattfindende Messe konnte rasch zu einem abendfüllenden Projekt ausarten. Der Branchenprimus Oettinger Davidoff hatte dieses Jahr viele Neuheiten zu präsentieren, etwa die Linie Zino Honduras, eine Line-Extension der höchst erfolgreichen Zigarre Zino Nicaragua. Mit der im Frühling präsentierten Avo Expresivo hat der Basler Hersteller seiner Premiummarke Avo einen neuen, sehr ausdruckstarken Charakter verpasst. Und dann war da noch die Davidoff Puro Dominicano, ein rein dominikanischer Blend, dessen Short-Robusto-Format in der aktuellen Ausgabe des Cigar Magazins eine Spitzenwertung von 94 Punkte erhalten hat.

Einer der besten Blends des Jahres: Davidoff Puro Dominicano
Einer der besten Blends des Jahres: Davidoff Puro Dominicano
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Der Importeur Compañia de Tabacos präsentierte die im Frühling lancierte Zigarrenlinie A.J. Fernandez Amar. Mit der in vier Formaten erhältlichen Zigarre ehrt Masterblender Abdel Fernandez die libanesischen Wurzeln seiner Familie. Speziell dabei ist das einzigartige Deckblatt, ein exklusiv gezüchteter Hybrid aus der Tabaksorte San Andres (Mexiko) sowie einem Habano-Seed aus Nicaragua. Ebenfalls am Stand von Compañia de Tabacos zu entdecken gab es die neue Linie La Lealtad des noch relativ jungen, aber höchst erfolgreichen Herstellers My Father. In La Lealtad kombinierten die Masterblender erstmals eigene Tabake aus Honduras und Nicaragua. Die Mariage beider Terroirs schenkt der Zigarre eine tolle, an getrocknete Früchte erinnernde Aromatik sowie einen wunderbar cremigen Rauch. Sehr cremig präsentierte sich auch die Zigarrenlinie Creme de la Creme des Herstellers Notorious Cigars. Hinter den in der Dominikanischen Republik hergestellten Zigarren steht der kontroverse MMA-Fighter Conor Mc Gregor. Der Instagram-Star inszeniert sich gerne Zigarren rauchend einem Millionenpublikum.

Die neue Linie La Lealtad vereint nicaraguanisches und honduranisches Terroir.
Die neue Linie La Lealtad vereint nicaraguanisches und honduranisches Terroir.
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Keine Havannas, dafür die brandneue Zigarre Vega Fina San Juan de la Maguana hatte die Firma Intertabak im Gepäck. Das prächtige Figurado-Format aus der Dominikanischen Republik kommt erst Anfang November in den Handel. Dazu präsentierte Intertabak das elegante Format Swing der Marke Capitol, hergestellt in der Fabrik des legendären Herstellers Plasencia in Nicaragua. Geschmack und Zugverhalten der Plasencia Swing fanden bei den Gästen grossen Anklang. 

Im Untergeschoss des Manuels präsentierte Carlos André vom Importeur Cigarmundi drei Linien aus Honduras. Die Asylum 13 von Masterblender Christian Eiroa wurde im September lanciert und entpuppte sich, auch dank eines Connecticut-Deckblatts, als milder, cremiger und sehr süffiger Blend. Deutlich würziger ist die Linie Asylum Arabian Night, die Ende Mai in Marrakesch vorgestellt wurde. Darin kombiniert Eiroa neben honduranischen erstmals auch kolumbianische Tabake, allesamt von den eigenen Feldern. Die mittelkräftige Zigarre entwickelt rasch angenehm dunkle Aromen, die sich mit erdigen und feinwürzigen Tönen vermählen. Ebenfalls zur Familie gehört die Zigarrenlinie Aladino Corojo. Sie wird allerdings nicht von Christian Eiroa, sondern von seinem Bruder Julio gemacht. Der Longfiller besteht zu 100 Prozent aus honduranischen Corojo-Tabaken, mit denen die Familie Berühmtheit erlangt hat.

Vereint honduranische und kolumbianische Tabake: Asylum Arabian Night.
Vereint honduranische und kolumbianische Tabake: Asylum Arabian Night.
Die Zigarre Vega Fina San Juan de la Maguana kommt erst in diesen Tagen in den Handel.
Die Zigarre Vega Fina San Juan de la Maguana kommt erst in diesen Tagen in den Handel.

Erstmals an der Feria del Tabaco dabei war die dominikanische Kultmarke Arturo Fuente. Zu entdecken gab es unter anderem die Linie Arturo Fuente Magnum Rosado 52. Dabei handelt es sich um ein hocharomatisches Format in Toro-Länge, aber mit dickerem Ringmass. Berühmt geworden sind die Zigarren von Arturo Fuente vor allem auch mit ihren exklusiven Deckblättern aus Kamerun. Ein solches zieren die Linien Arturo Fuente Gran Reserva Natural Rotschild und Arturo Fuente Hemingway Work of Art. Beide Linien wurden an der Feria del Tabaco mit viel Genuss degustiert.

War das erste Mal an der Feria del Tabaco: Die dominikanische Kultmarke Arturo Fuente
War das erste Mal an der Feria del Tabaco: Die dominikanische Kultmarke Arturo Fuente
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Zwei tolle Kurzformate präsentierte der Hersteller Plasencia Cigars. Die mittelkräftige Plasencia Alma Fuerte Colorado Robustus Corto (Short Robusto) erweitert die «grüne» Alma-Fuerte-Sublinie, die von Plasencia als leichtere Alternative zur kräftigen Alma Fuerte entwickelt wurde. Etwas milder ist das Corona-Corta-Format der Linie Plasencia Reserva Original. Sie wird vollumfänglich  aus biologisch angebautem Tabak gefertigt. Beide Formate eignen sich laut Plasencia-Country-Manager Michael Hamilos auch sehr gut für eine kurze Rauchpause während der kalten Wintermonate.

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Der Hersteller Plasencia Cigars präsentierte zwei tolle Kurzformate.
Der Hersteller Plasencia Cigars präsentierte zwei tolle Kurzformate.

Der Zigarrenimporteur The Royal Cigar Company aus Basel brachte vier Formate aus drei Ländern nach Zürich. Die mittelkräftigen, wunderbar harmonischen Zigarren von Raices Clasico wurden im September vom Cigar Journal als Best Boutique Brand Honduras ausgezeichnet. Aus der berühmten La Gran Fabrica Drew Estate in Estelí stammt die von Metallica-Leadsänger James Hetfield mitkomponierte Linie Drew Estate Blackened M81. Der kräftige Blend empfiehlt sich erfahrenen Aficionados. Von Altmeisterin Maya Selva konnte die mit erdigen und ledrigen Noten auftrumpfende Linie Villa Zamorano Colección Danlí bestaunt werden. Den Abschluss am Stand von The Royal Cigar Company machten die Zigarren der jungen Marke Chateau Diadem Conviction aus der Dominikanischen Republik.

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Importeur Hartl Premium Tobacco zeigte zwei Linien des nicaraguanischen Herstellers Esteban Carreras. Die mit einem ecuadorianischen Connecticut-Shade-Deckblatt ausgerüstete Linie Cashmere vereint Kraft und Creme gleichermassen, derweil die mittelkräftige Linie Mr. Brown den Geniessern eine vielschichtige Aromatik mit viel dunkler Schokolade eröffnet.

Die Zigarre Esteban Carreras Cashmere ist von der kräftigeren Sorte.
Die Zigarre Esteban Carreras Cashmere ist von der kräftigeren Sorte.
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Mit der Linie ADVentura Blackfin’s Parlay präsentierte die Ostschweizer Firma ImpCor eine erst im Oktober lancierte Linie. Die Zigarren ziert ein ecuadorianisches Sumatra-Deckblatt. Umblatt und Einlage stammen aus der Dominikanischen Republik. Nur sehr begrenzt in der Schweiz erhältlich sind die Gurkha Cellar Reserve 15 Lancero (insgesamt 30 Kisten) sowie die Cowbell Suiza Ltd. Edition 2026 von Fratello Cigars (insgesamt 200 Kisten). Beide Linien konnten im Manuels exklusiv degustiert werden. 

manuels.ch

Drei exzellente Neuheiten hatte der Importeur ImpCor im Gepäck.
Drei exzellente Neuheiten hatte der Importeur ImpCor im Gepäck.
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